Biografie

Ich heiße Bernardo da Silva



Mein bürgerlicher Name ist „Bernd Gottwald“, so steht es jedenfalls in meinem Pass. Geboren bin ich am 1. September 1947 im kleinen Deutschordens-Städtchen Gundelsheim, wo ich auch aufgewachsen bin. Schon mein Urgroßvater war Musiker, was sich auf die weiteren Generationen übertrug. Mein Vater war ein sehr guter Pianist und noch besserer Akkordeonist. Und wie es Väter nun mal so an sich haben, ich kann da mitreden, ich bin selbst (mehrfacher) Vater, war es natürlich eine Selbstverständlichkeit, dass auch der Sohn, ein Instrument zu lernen hatte, was anfänglich überhaupt nicht auf Gegenliebe stieß. Der Fußball und die Kumpels, die draußen auf der Straße schon warteten, waren doch viel wichtiger und interessanter, als dieses blöde Üben. Widerwillig habe ich mich der väterliche Übermacht gebeugt und die täglichen 20 Minuten am Akkordeon absolviert, aber bitte schön, keine Minute länger !


Eines Tages, ich war gerade 12 Jahre alt, da kam mein Vater von der Arbeit nach Hause und brachte ein mir bisher völlig unbekanntes Instrument mit nach Hause – ein Vibraphon. Der Klang dieses Instruments faszinierte mich total und mein Vater war sehr überrascht, dass ich mich plötzlich für „Musik“ interessierte. Schon nach kurzer Zeit konnte ich, nach der Begleitung durch meinen Vater am Klavier, einige Musikstück ganz gut spielen. Auch mein Vater war darüber sehr glücklich, da er es endlich geschafft hatte, dass wir zusammen musizierten.

In meiner Heimatstadt fand damals alljährlich ein großes 3-tägiges Fest statt, das Gundelsheimer Herbstfest. Es war wohl im Jahr 1959, als mein Vater unser musikalisches Wirken den Verantwortlichen dieser Veranstaltung als Programmpunkt anbot. Gesagt – getan, irgendwann September wurde mein neues Instrument auf die riesige Bühne der zur Festhalle umfunktionierten Gundelsheimer Kelter geschoben. Da auch das Publikum ein solches Instrument vorher nie gesehen hatte war es plötzlich „still wie in der Kirche“ im großen Festsaal. Der damals noch durch ein Programm führende Ansager kündigte meinen ersten großen Auftritt an. Ich betrat die Bühne, verneigte mich, wie es sich gehört, mein Vater spielte die Einleitung und ich legte los – fehlerfrei – geschafft. Der dann aufbrausende Applaus sorgte dafür, dass fortan die Musik mein weiteres Leben ständig begleiten sollte.

Ich hab’ Euch diese Geschichte so ausführlich erzählt, weil sie das Schlüsselerlebnis in Sachen Musik und der Grundstein für das war, was ich Euch auf meiner Homepage und meinen CD’s präsentiere.

Leider ist mein Vater im Jahre 1964 sehr früh, 42jährig verstorben und meine musikalische Grundlage schien verloren. Doch im Leben geht es immer weiter. Schon im Sommer dieses Jahres lernte ich einen jungen Mann namens Wolfgang Schabel näher kennen, der ganz gut Klavier spielte. Wir taten uns zusammen und musizierten miteinander. Kurze Zeit später stieß der Akkordeonist Werner Hagner zu uns, der wiederum animierte seinen Bruder Gerd als Bassist mitzumachen, ich lernte im Zug den Gitarristen Günther Mayer kennen und so war schnell die erste „Kapelle“ zusammengestellt. Auch hier ließ der erste öffentlich Auftritt nicht lange auf sich warten. Bei der Winterfeier des örtlichen Gesangsvereins sollten wir unbedingt spielen, doch halt….es fehlte uns noch ein Schlagzeuger. Auch der war schnell gefunden in dem erfahrenen Musiker Toni Bayer. Dieser machte uns aber klar: „Jungs, wenn Ihr heutzutage als Kapelle auftreten wollt, braucht ihr unbedingt einen Sänger!“ – Keiner wollte (oder konnte) – ich hab’s einfach probiert. „Junge, komm bald wieder“, das war der erste Titel den ich gesungen habe….übrigens, den singe ich heute noch (ab und zu).

Ein weiterer Meilenstein auf meiner musikalischen Laufbahn war der Auftritt bei der Fernsehsendung „Talentschuppen“ – von etwa 200 Bewerbern wurden nur 3 für die nächste Produktion ausgesucht – ich war dabei. Ebenfalls mit von der Partie waren damals eine „Beatgruppe“ die sich „Melodic-Sound“ nannte und bei denen zwei Brüder namens „Faltermeier“ mitspielten. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber möglicherweise ist einer davon der heutige Weltstar „Herold Faltermeier“. Außerdem war dabei Edina Popp, die später ein weiblicher Teil von „Dschighis-Khan“ wurde. Gaby Berger hatte als Sängerin ebenfalls ein paar Erfolge. Als Begleitband fungierte damals Joy & The Hitkids. Joy, das war Joy Fleming, eine der begnadetsten deutschen Sängerinnen und bei den Hitkids spielte der Gitarrist „Ricky King“ mit – Regie führte damals Dieter Pröttel, der später zusammen mit dem ebenfall im Talentschuppen entdeckten Michael Schanze sehr erfolgreiche Fernsehshows machte.

Nun bei mir hat das mit der großen Sängerkarriere leider nicht geklappt, aber was nicht ist, kann ja noch werden, Ihr könnt mir dabei helfen.

Dafür hatte ich aber das Glück in meiner weiteren Karriere viele hervorragende Musiker kennen zu lernen. Den Weg dazu ebnete mir Werner Blaut, der mich nach einem etwa 3jährigen Aufenthalt in Ludwigshafen (dort sang ich bei der regional bekannten RS-Combo aus Lambsheim) in sein Starlight-Sextett holte und mir das Saxophonspiel beibrachte. Später wechselte ich zum Walter-Kreet-Septett und wollte dann im Jahr 1979 nach einem Disput mit einem Kollegen aufhören, bis eines Tages eine Anfrage eines der bekanntesten Orchester im Raum Nordwürttemberg kam und ich beim Showorchester Karl Kugler einstieg. Leider war das aber schon die Anfangszeit, als die großen Tanzbands immer mehr an Bedeutung verloren und durch technische Erneuerungen die Blütezeit der Alleinunterhalter begann. Hauptsächlich aus finanziellen Gründen bin ich auf diesen Zug aufgesprungen, habe meinen Entschluss aber nie be- reut. Die gewonnene Freiheit und die kreativen Impulse haben mir wieder ein neues Feld in der Musik geebnet. Immer wieder habe ich mich mit eigenen Kompositionen und getexteten Schlagern an mein Publikum gewandt und merkte, dass meine Musik gerne angenommen wird.

Wenn Du meine Biographie bis hierher gelesen hast, hoffe ich auch Dein Interesse an meiner Musik geweckt zu haben, es wäre schön, wenn ich Dich bald zu meiner Fan-Gemeinde zählen dürfte.